FORSCHUNG

 

Anlässlich der Veranstaltung haben sich Studierende des Bachelor-Studiengangs Kultur- und Medienbildung dem aktuellen Thema Musik-Kultur-Migration gewidmet und empirische Untersuchungen zu folgenden Themen durchgeführt, welche am Samstag Abend von ihnen vorgestellt werden.

 


Musikalische Migrantenvereine und die Veränderung von Musikkultur im Raum Ludwigsburg
Helena Stalmach, Viktoria Lukjanow, Lukas Keller

Was passiert mit der eigenen Musik, wenn sie in einem anderen Land gespielt und gesungen wird. Und welche Rückwirkungen und Synergieeffekte ergeben sich wiederum für die Musik des Landes, in dem sie nun gelebt wird? Was passieren mit Stil, Instrumentarisierung und  der Wahl der Lieder und Musikstücke? Musikalische Migrantenvereine aus Ludwigsburg und Umgebung reden in qualitativen Interviews mit uns über die Veränderung der Musikkultur ihres Heimatlandes hier in Deutschland. 


Kongolesische Musik in Baden-Württemberg. Ein dokumentarischer Filmbeitrag über Hif Anga Belowi
Lena Schaffer, Gloria Kern, Jan Zeger

Wie klingt eigentlich afrikanische Musik in Deutschland und welchen Einfluss hat deutsche Musik darauf? Was ist Musik überhaupt?
Ein dokumentarischer Forschungsfilm in drei Teilen beleuchtet, an Hand des kongolesischen Musikers Hif Anga Belowi, den Stellenwert der Musik in Bezug auf Migration. Hif Anga Belowi lebt seit 1992 in Deutschland und ist, sowohl im Kongo, als auch in Deutschland, als Berufsmusiker aktiv. In der Band Afro Soleil oder als Leiter von Workshops, bei ihm haben vollkommen unterschiedliche Musikrichtungen einen Platz im Herzen:
Ganz egal ob traditionelle kongolesische Trommelmusik oder moderne EM. 


„Refugee Radio“: Aus einem anderem Blickwinkel
Joel Schneidemesser und Alexandra Herger

Musik und Migration ist das Thema, dabei ist gewiss, dass jeder von uns Musik hört oder wie in manchen Fällen sogar auch selbst macht. Das Forschungsprojekt fokussiert sich nicht auf Migranten die Musik machen, sondern vielmehr, wie sie Musik in einer
anderen Art und Weise bei Ihrer Arbeit, im Alltag oder in der Freizeit einsetzen. Dabei sind die Studierenden mit engagierten Migranten vom Freien Radio Stuttgart und anderen Einrichtungen in Kontakt getreten. Beim Freien Radio Stuttgart hatten die Studierenden die Möglichkeit mit Mitarbeitern zu sprechen und diesen bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit im Radio etwas über die Schulter zu schauen. Im Vordergrund standen Fragen, nach dem Einsatz von Musik im Radio, dem Zugang zum Radio und aktuellen Themen von Geflüchteten in der Sendung „Refugee Radio“.


„Nur wegen meinem Papa seiner Migration.“ Flucht, Migration und Black Awareness in deutschen Rap- und Hiphop-Texten
Hanna Bernhardt und Julia Orendi

„Nur wegen meinem Papa seiner Migration“ - „Integration ist eine Illusion.“ singt der deutsche Rapper Sami Deluxe in seinem Lied „Mimimi“. Und nicht nur er, sondern auch viele andere Künstler aus der deutschen Rap und Hip-Hop Szene setzen sich in ihren Texten mit ihrem eigenen Migrationshintergrund und den damit aufkommenden Problemen und Reaktionen der Öffentlichkeit auseinander. Auf diese Weise werden die aktuellen Themen Flucht, Migration oder Schwarz-Sein angesprochen und in den Lebensalltag der Zuhörer getragen und aus verschiedensten Blickpunkten beleuchtet. Rap also als eine Art Rebellion. Die Kunstform des “Conscious Rap“, die sozialkritische und politische Schwierigkeiten aufgreift und den Zuhörern, der Gesellschaft die Augen öffnen will. Wir haben uns verschiedenste Texte angeschaut und analysiert welche Themen von den Künstlern angesprochen werden und wie sie ihren eigenen Erfahrungen und Meinungen durch ihre Musik Ausdruck verleihen. Es sollen also verschiedenste Statements zu verschiedensten Themen und Unterkategorien im Zusammenhang mit dem Thema Migration sowie Flucht, Black Awareness, Fremd im eigenen Land usw. Beleuchtet und mit Hilfe der Musikrichtung: Deutschrap und unterschiedlichen Aktuellen Künstlern dargestellt und beleuchtet werden. Am Ende soll dieses dann collagenartig zusammengetragen werden.